Wäscheklammer aus Holz auf Wäscheleine in der Natur

Care-Arbeit meint Fürsorge, das Sich-Kümmern, wie beispielsweise Kinderbetreuung, Altenpflege oder Haus- und Familienarbeit. Inspiriert hat mich Evke Rulffes in ihrem Werk “Die Erfindung der Hausfrau – Geschichte einer Entwertung”. Als einen Schlüssel, um angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher Ansprüche und Herausforderungen gut für uns zu sorgen, nennt sie die ganz persönliche Bewusstmachung und Perspektiverweiterung. Ich lade Dich zu meiner professionellen Begleitung ein, Dich Dir zuzuwenden – wie geht es Dir eigentlich mit Care-Arbeit? Bestimmt gibts da was, das Dir eh klar ist. Und vielleicht sind da auch einfach eine Stimmung, vages Gefühl oder Vorahnung irgendwie da? Dieses Implizite beinhaltet Frisches, dem wir uns beim Focusing zuwenden. Vielleicht kommt auch etwas ganz Anderes – eben das, wie es Dir gerade geht? Viel Freude beim Lesen, Fühlen, Gedankenmachen, Spüren und Dich Erforschen 🙂

Die Schnelllebigkeit von Veränderung

Eine ganz klare Ermutigung: Dinge waren nicht immer so wie sie sind und müssen daher auch nicht so bleiben. Irgendwie nichts Neues, findest Du? Überzeuge Dich mit Evke Rulffes kulturgeschichtlicher Recherche, wie sich Rollenverteilungen innerhalb von nur 3 Jahrhunderten verschoben und so eingebrannt haben, als wären sie einfach naturgegeben.

Kommt Dir das bekannt vor? Auch heute stufen wir Arbeiten als typisch männlich/weiblich ein, die in der Vergangenheit ganz unterschiedlich bewertet und übernommen wurden. Das Konzept der bürgerlichen Hausfrau hat sich erst im 19. Jahrhundert entwickelt. Eine zuvor geschlechtsbezogen viel offenere Teilhabe und gemeinsame Verantwortung sowohl in der Berufs- als auch Haushaltsgestaltung wurde in entscheidenden Wegbereitungen wie einseitiger Privilegienverteilung für Männer im 18. Jahrhundert immer mehr ausgehebelt.

Ideologische Motive

Mit wechselnden ideologischen Motiven und Begründungen wurde eine Rollenverteilung gerechtfertigt. Die Arbeit der Hausfrau entspringt ihrer romantischen Liebe und entzieht sich damit moralisch jeglichem Anspruch von Entlohnung. Tätigkeiten im Haushalt, die zuvor professionalisiert ausgelagert waren, wurden nun Frauen übertragen, um Kosten zu sparen. Mit der neuen Selbstverständlichkeit von Hausfrauenarbeit gingen fehlende Anerkennung und Geringschätzung für die so wichtige Care-Arbeit einher.

Wie das wohl ist, sich regelmäßig nach innen zu fragen und aufrichtig zuzuhören, wie geht’s mir denn, in dem was wir da grade tun? Welche innerlichen Themen hebeln auf welcher Seite, können wir uns die mal gemeinsam anschauen? Was stimmt eigentlich wirklich für mich? Ideologische Motive können tiefgreifend wirken. Welchen Idealen folgst Du, in Bezug auf Frauen- bzw. Männerrollen und auch überhaupt? Und wie gehts Dir damit?

Auch Evke Rulffes nimmt keine Wertung vor, welche Aufgaben- und Rollenverteilung nun die richtige sei. Gleichzeitig kommt ihr Appell in voller Deutlichkeit an: Mehr Anerkennung, Geld und Solidarität für Care-Arbeit. Wir alle wollen in unseren menschlichen Grundbedürfnissen zum Leben beitragen und dafür auch Gesehensein, Wertschätzung, Anerkennung und Unterstützung erfahren. In welcher Form, wie wir dem Ausdruck verleihen – Entlohnung, Rollenverteilung, gesellschaftliche Strukturen – darüber lass uns reden, in Kontakt kommen und in Beziehung lebendig sein. Wichtig ist, dass es uns gut dabei geht – bereits während des Wegs zum Ziel.

Mehr zum Nachhören findest Du unter https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/redezeit-evke-rulffes-100.html sowie zum Nachlesen von Evke Rulffes Buch: “Die Erfindung der Hausfrau – Geschichte einer Entwertung”. ISBN 978-3-7499-0240-8

Komm, setz Dich zu Dir – und entdecke Dich in meiner Begleitung.

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Entschleunigtes Zuhören mit offenem Herzen, in sicher gehaltenem Raum sich zeigen dürfen. DANKE, Martin
Anja

Wertschätzung, Einfühlungsvermögen, Tiefe und viel Humor – einfach wunderbar, Kompliment!
Michael